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Erotikgeschichten

Das erste Date – Spannung pur

Immer wieder schaute Sandra zur Uhr. Noch zehn Stunden, bis sie den jungen Mann, den sie auf einer Flirtplattform kennen gelernt hatte, gegenüber stehen würde. An Schlafen war in dieser Nacht nicht zu denken, denn immer wieder stellte sie sich in Gedanken vor, wie dieses Treffen ablaufen würde. Entgegen aller Ratschläge hatte sie Klaus zu sich in die Wohnung eingeladen, hatte aber mit einer guten Freundin ausgemacht, dass diese sie zu einer bestimmten Zeit anrufen würde. Würde sich Sandra dann nicht melden, sollte Ricarda zu ihr kommen und nachschauen. Dafür hatte Sandra ihrer Freundin extra einen Schlüssel gegeben.

Fast war es so weit. Sandra stand vor ihrem Schrank und schaute unschlüssig auf ihre Klamottenbestände. Sie wollte chic aussehen, aber sich auch nicht zu sexy heraus putzen. Am Ende entschied sie sich für eine enge Hose und ein ärmelloses Shirt. Sie steckte sich ihre langen Haare hoch und legte ein leichtes Makeup in zarten Frühlingsfarben auf, von dem sie wusste, dass es ihr am besten stehen würde. Nun noch schnell einen Hauch von Parfüm und schon saß sie erwartungsvoll in ihrem Wohnzimmer. Doch dort hielt sie es nicht lange aus. Sie ging auf ihren Balkon und schaute hinunter auf die Straße. Sie war leer, doch genau in diesem Moment klingelte es an ihrer Tür.

Sandra meldete sich an der Wechselsprechanlage und bekam vor Aufregung feuchte Hände, als sich Klaus meldete. Sie bat ihn hoch und erwartete ihn an der Tür. Schon als er die letzten Stufen förmlich herauf gesprungen kam, sah sie, dass er in natura genauso sympathisch wirkte wie auf den Fotos, die sie schon von ihm bekommen hatte. Die Begrüßung fiel deutlich sachlicher aus, als sie sich das erhofft hatte und sie führte ihn in ihr Wohnzimmer. Bei einer Tasse Kaffee unterhielten sie sich sehr lange. Immer wieder wandten beide verlegen den Blick ab, wenn der Andere versuchte, ihm in die Augen zu schauen. Mit den Händen wussten beide nicht so richtig wohin. Eine eigentümliche knisternde Spannung lag in der Luft.

Nach mehreren Stunden deutete Klaus an, dass er gehen müsse, weil er noch zur Schicht musste. Sie standen auf, Klaus zog im Flur seine Jacke an und Sandra schaute ihm dabei zu. Sie spürte bereits eine leise Traurigkeit in sich aufsteigen, die sie ahnen ließ, dass sie sehr schnell Sehnsucht nach dem netten Mann bekommen würde. Zum Abschied gab ihr Klaus die Hand und sagte ihr, dass er sich freuen würde, wenn man sich wiedersehen könnte. Danach ging er zur Tür. Kurz vorher drehte er sich noch einmal um, zog Sandra blitzschnell kurz an sich, hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Lippen und verschwand genauso schnell durch die Tür, die er hinter sich zuzog.