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Dirty Talking

Während einige es bei zärtlichen Kosenamen belassen, genießen es andere mit einer direkten, deftigen Sprache den Partner zu erregen oder erregt zu werden. Dirty Talking lebt aber nicht nur von den Worten, sondern vor allem von der Aussprache, sodass das schmutzige Vokabular, wenn man es lasch und mit falscher Betonung spricht, überhaupt nicht wirkt, oder das genaue Gegenteil erzielt werden kann. Deshalb wird ein müde oder zaghaft gesprochenes "nimm mich Du geiler Hengst" einen Mann nicht gerade dazu verleiten, wie selbiger zu agieren.

Die Lust am schmutzigen Wort setzt aber auch ein vertrauensvolles Miteinander voraus. Beide Seiten sollten "die gleiche Sprache sprechen" um den anderen nicht zu überfordern oder gar zu verletzen. Bevor man deshalb beim Dirty Talking zur Tat oder besser gesagt zum Wort schreitet, ist ein vorheriges Gespräch darüber, welche Vorlieben oder Abneigungen der Partner hat unerlässlich, kostet aber vielfach auch Überwindung. Gerade Anfänger kommen sich manchmal albern und unbeholfen dabei vor "schweinische Wörter" zu benutzen. Die Unsicherheit ist meistens groß, weil ein und dasselbe Wort richtig gesprochen, den Bettgenossen auf volle Touren bringen kann, oder im gleichen Augenblick die komplette intime Atmosphäre zerstört. Das Ziel des Dirty Talking sollte es eigentlich sein, den Sex hemmungsloser zu gestalten und zu bereichern. Männer die sich auf diesem Gebiet verstehen versuchen deshalb die Frauen mit ihren individuellen Vorzügen, zum Beispiel "dicke, geile Titten" zu stimulieren, während Frauen meistens klare Anweisungen geben, ihn mit Superlativen bestaunen und es vornehmlich vermeiden sollten verniedlichende oder verkleinernde Ausdrücke zu benutzen.

Die Wortwahl oder Richtung beim Dirty Talking kann dagegen recht unschiedlich und individuell ausfallen. Klassiker sind zum Beispiel simple Reizwörter wie hart, nass und geil zu benutzen. Besonders beliebt ist es diese Form mit direkten Worten für die Geschlechtsorgane, wie Schwanz oder Muschi zu kombinieren. Aber auch poetische und phantasievolle Phrasen wie "aus deiner Auster schlürfen" fallen in den Bereich des Dirty Talking. Richtig derbe kann es auch ausfallen wenn die Sätze ordentlich ruppig, beleidigend oder politisch unkorrekt werden. Deshalb ist diese Art von verbaler Sexualinspiration bestimmt nichts für feingeistige Sensibelchen. Auch mit direkten Befehlen wie "bück dich du Luder" sollte man keine Probleme haben oder Beschimpfungen wie Schwein, Schlampe und Sau. Und wo wir schon mal beim Thema sind, lässt sich generell sagen, dass gerade das gegenseitige Tiernamengeben beim Dirty Talking eine beliebte Disziplin ist. Und dies meint nicht unbedingt Mäuschen und Bärchen, sondern eher Hengst oder Stute, welche sowieso viel besser fürs "Reiten" geeignet sind. Allgemein sollte man aber darauf achten eine gemeinsame Sprache zu finden, Vorlieben zu beachten, besonders Komplex beladene Äußerlichkeiten (kleiner Schw…) auszusparen und den Dirty Talk auf die Situation anzupassen, damit der Sex mehr Spaß macht und man hinterher sagen kann: "War doch ne saubere Sache, du geile Schlampe, oder!?"